Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hat DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke die aktuelle Lage des Gastgewerbes eingeordnet. Zwar habe die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie „enorm geholfen“ und für mehr Steuerfairness gesorgt, die Branche stehe jedoch weiterhin unter erheblichem Druck.

Schimke verwies auf stark gestiegene Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten sowie auf die anhaltende Konsumzurückhaltung. „Viele Menschen sparen beim Restaurantbesuch – bei den Getränken, verzichten auf das Dessert oder kommen insgesamt seltener“, erklärte sie.

Mit Blick auf die Politik machte die DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin deutlich, worauf es jetzt ankommt: „Was wir jetzt bräuchten, wären Entlastungen von Bürokratie, Steuern und Abgaben. Nötig sind mutige Reformen. Die Politik muss deshalb alles daransetzen, gemeinsam voranzukommen.“ Dazu gehörten insbesondere mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit sowie eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten.

Generell stellte sich Schimke gegen politische Vorhaben, die Arbeit weiter verteuern. Kritisch sieht sie insbesondere die geplante Erhöhung der Sozialabgaben bei Minijobs. Durch die Anhebung des pauschalen Krankenversicherungsbeitrags, die Einführung eines Zusatzbeitrags sowie eines Pflegeversicherungsbeitrags würden die Belastungen für Minijobs allein im Bereich Gesundheit und Pflege von derzeit 13 auf künftig 21 Prozent steigen. Zudem sprach sich die DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin gegen die von DGB-Chefin Yasmin Fahimi vorgeschlagene verpflichtende betriebliche Altersvorsorge aus. Mit Blick auf die Sozialpartnerschaft plädierte Schimke für Pragmatismus und gemeinsame Lösungen.

Zum am 13. Juni veröffentlichten RND-Interview geht es HIER

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