Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (Originalwerte) im Februar 2026 real 4,5 Prozent weniger und nominal 2,4 Prozent mehr umgesetzt als im Februar 2025. Gegenüber dem Vorkrisenmonat 2020 betrug das Minus real 20,7 Prozent (nominal +8,2%). Details können Sie den hier verlinkten Grafiken entnehmen.
Unsere Einordnung:
Das Gastgewerbe in Deutschland ist schwach und ohne echte Erholungsperspektive in das Jahr 2026 gestartet. Von Januar bis Februar 2026 musste die Branche sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zur Vorkrisenzeit erneut deutliche reale (preisbereinigte) Umsatzverluste hinnehmen. Die Branche leidet weiterhin unter der gesamtwirtschaftlichen Schwäche und den hohen Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal. Die steigende Zahl an Insolvenzen zeigt deutlich, wie angespannt die wirtschaftliche Situation im Gastgewerbe inzwischen ist.
Zusätzliche Belastungen und Unsicherheiten ergeben sich durch den anhaltenden Iran-Konflikt. Gerade für das Gastgewerbe bedeuten steigende Preise für Energie, Kraftstoffe und beim Wareneinsatz einen weiteren Kostenschub, der von vielen Betrieben nur schwer aufgefangen werden kann. Gleichzeitig belastet die wieder zunehmende Inflation auch die Kaufkraft und Ausgabenfreude der Verbraucher.
Umso wichtiger ist es, die Betriebe nicht mit den Folgen dieser geopolitischen Krise allein zu lassen. Das Gastgewerbe braucht jetzt endlich verlässliche wirtschaftspolitische Impulse: Im Mittelpunkt stehen dabei gezielte finanzielle Entlastungen, ein wirksamer Abbau bürokratischer Hürden sowie eine stärkere Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Einklang mit der EU-Richtlinie.



