Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Originalwerte) im Mai 2026 im Vorjahresvergleich real 5,7 Prozent weniger und nominal genauso viel umgesetzt. Gegenüber dem Vorkrisenmonat Mai 2019 betrug das Minus real 16,0 Prozent (nominal +17,7%).

Unsere Einordnung:

Umsatzseitig bleibt der erhoffte Aufschwung im Gastgewerbe auch im Mai 2026 aus. Erstmals seit September 2025 verzeichnete die Branche im Vorjahresvergleich keinen Umsatzzuwachs. In den ersten fünf Monaten des Jahres gibt es zwar ein leichtes nominales Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr, preisbereinigt liegen die Umsätze jedoch weiterhin spürbar im Minus.

Die Verbraucher halten sich aufgrund unsicherer Zukunftsperspektiven und anhaltend hoher Lebenshaltungskosten mit ihren Ausgaben zurück. Insbesondere Restaurantbesuche werden seltener wahrgenommen oder es wird bei Ausgaben wie Getränken, Vorspeisen oder Nachspeisen gespart. Gleichzeitig beeinträchtigt der hohe Kostendruck bei Waren, Personal und Energie die Ertragslage der Betriebe erheblich.

Um wieder für Wachstum und Investitionsanreize in der Branche zu sorgen, sind nun entschlossene wirtschaftspolitische Maßnahmen erforderlich. Im Mittelpunkt sollten dabei steuerliche Entlastungen, ein spürbarer Abbau bürokratischer Hürden und flexiblere Arbeitszeitregelungen stehen. Zudem darf das für die Branche unverzichtbare Modell der Minijobs weder eingeschränkt noch durch zusätzliche Kosten belastet werden.

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