Die neue VDR‑Geschäftsreiseanalyse zeigt ein teilweise überraschendes Bild: Trotz zweier Rezessionsjahre in Folge stieg die Zahl der Geschäftsreisen spürbar an. 2025 wurden 116,1 Millionen Reisen unternommen – ein Plus von 8,3 Prozent. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Kosten pro Reise um 4,8 Prozent auf 418 Euro. Besonders kleine und mittlere Unternehmen prägen die Entwicklung: Über drei Viertel aller Geschäftsreisen entfielen auf Firmen mit 10 bis 500 Beschäftigten. Ihre Reisetätigkeit wuchs mit 5,6 Prozent fast fünfmal so stark wie bei Großunternehmen.

Parallel verändert sich die Verkehrsmittelwahl: Die Schiene überholt das Flugzeug auf Inlandsstrecken deutlich und erreicht einen Nutzungsanteil von 52 Prozent, während Inlandsflüge auf 13 Prozent zurückgehen. Gleichzeitig steigen die Kostenanteile für Hotel und Verpflegung spürbar an, während Transportkosten leicht sinken.

Trotz vieler Herausforderungen erwarten 62 Prozent der Unternehmen auch für 2026 ein weiteres Wachstum der Geschäftsreisen, nur vier Prozent rechnen mit einem Rückgang. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Erhebung vor Ausbruch des Kriegs im Iran stattfand.

VDR-Analyse

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