Im Jahr 2025 haben die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 497,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Das waren laut Statistischem Bundesamt 0,3 Prozent mehr als 2024. Die Hotellerie (Hotels, Gasthöfe, Pensionen) hatte dabei ein Minus von 0,4 Prozent zu verzeichnen, während die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen deutlich um 4,2 Prozent stieg.
| Jan. bis Dez. 2025 | ggü. Vorjahr | ggü. 2019 |
| Übernachtungen gesamt | +0,3% | +0,4% |
| Übernachtungen inländischer Gäste | +0,7% | +2,0% |
| Übernachtungen ausländischer Gäste | -1,8% | -6,8% |
Einschätzung:
497,5 Millionen Übernachtungen im Beherbergungsgewerbe im Jahr 2025 sind ein neuer Höchstwert, der jedoch fast ausschließlich getragen wird durch den Anstieg der Übernachtungen auf Campingplätzen mit einem Plus von 4,2 Prozent. Die Übernachtungen in der Hotellerie verzeichneten dagegen ein Minus von 0,4 Prozent zum Vorjahr. Legt man den Vergleichswert von 2019 (+0,4%) zugrunde, so gab es im Beherbergungsgewerbe seit 7 Jahren praktisch kein Wachstum mehr. Der Inlandstourismus in Gänze hat mit einem Plus der Übernachtungszahlen von 2,0 Prozent seit 2019 das Vorkrisenniveau inzwischen überschritten. Dramatisch bleibt die Zahl der Auslandsübernachtungen, die nach wie vor ein Minus von 6,8 Prozent zu 2019 zu verzeichnen haben. Ein zentraler Grund hierfür ist die nur langsame Erholung des Flugverkehrs in Deutschland durch hohe Standortkosten und Steuern. Hinzu kommt eine schwächere Konsumstimmung in Europa und eine langsamere Wirtschaftsentwicklung in wichtigen außereuropäischen Quellmärkten.
Legt man das durchschnittliche jährliche Wachstum der Übernachtungen von 2,1 Prozent im Zeitraum 2000 bis 2019 zugrunde, haben die Dauerkrisen – von Pandemie, über Energiepreisschock, Inflation und Kaufzurückhaltung – einen Ausfall von fast 64 Millionen Übernachtungen allein im Jahr 2025 bedeutet.



