In den vergangenen Monaten wird intensiv darüber diskutiert, welche großen Veranstaltungen künftig nach Berlin geholt werden könnten und welche Impulse sie für die Stadt leisten können – etwa im Zusammenhang mit Olympia- oder Expo-Bewerbungen.
Der DEHOGA Berlin hat sich bislang bewusst weder ausdrücklich für noch gegen einzelne Formate positioniert.
Für uns steht ein zentrales Ziel im Vordergrund: eine dauerhaft stabile und möglichst hohe Auslastung des Tourismus- und Gastgewerbestandorts Berlin.
Großveranstaltungen können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten – insbesondere dann, wenn sie langfristig geplant, sinnvoll aufeinander abgestimmt und geeignet sind, Auslastungsschwankungen zu reduzieren. Voraussetzung dafür sind eine frühzeitige Abstimmung sowie die konsequente Nutzung vorhandener Synergien.
Grundsätzlich begrüßen wir es, wenn an Bewerbungen für internationale Großereignisse wie Olympia, Expo, IBA oder vergleichbare Formate gearbeitet wird – unter klaren Bedingungen: Die Vorhaben müssen realisierbar, finanzierbar und nachhaltig konzipiert sein. Notwendige Stadtentwicklungsmaßnahmen müssen zudem eine tragfähige Nachnutzung gewährleisten.
Entscheidend ist, dass die Politik klare und verlässliche Rahmenbedingungen schafft, Verantwortung übernimmt und die Stadtgesellschaft frühzeitig einbindet. Nur so können Großformate erfolgreich umgesetzt werden.
Als Interessenvertretung des Gastgewerbes bringen wir uns gerne aktiv in die weiteren Überlegungen ein. Auch das neu gegründete Berlin Event Board kann diesen Prozess flankierend unterstützen. Unser Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Konzepte zu entwickeln, die Berlin langfristig stärken und einen messbaren Mehrwert für Wirtschaft, Stadt und Gesellschaft schaffen.



