Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Originalwerte) im November 2025 real (preisbereinigt) 1,7 Prozent weniger und nominal 1,7 Prozent mehr umgesetzt als im November 2024. Gegenüber dem November 2019 betrug das Minus real 16,1 Prozent (nominal +9,7 %).
Von Januar bis November 2025 verbuchten die gastgewerblichen Betriebe im Vorjahresvergleich real 2,0 Prozent weniger und nominal 1,5 Prozent mehr Umsatz. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 ist dies ein reales Umsatzminus von 14,4 Prozent (nominal +12,0 %).
| Umsatz Gastgewerbe Jan. bis Nov. 2025 |
ggü. Vorjahr | ggü. 2019 |
| nominal | +1,5% | +12,0% |
| real | -2,0% | -14,4% |
Unsere Bewertung: Das Gastgewerbe in Deutschland steht weiterhin unter wirtschaftlichem Druck. Die Branche hat auch 2025 aller Voraussicht nach preisbereinigt das sechste Jahr in Folge Umsatzverluste verbucht. Gleichzeitig belasten die eklatant gestiegenen Kosten die Betriebe, so dass auch nominale Umsatzsteigerungen in der Regel nicht zu Gewinnsteigerungen führen. Insbesondere die Gastronomie ist stark von der gesamtwirtschaftlichen Schwäche und der Konsumzurückhaltung der Gäste betroffen. Die seit 1. Januar 2026 geltenden 7 % Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie sind daher ein immens wichtiger Baustein zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation in den Berieben.
Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Branche müssen die von der Politik im Koalitionsvertrag angekündigten Verbesserungen nun weiter zügig umgesetzt werden. Dazu gehören vor allem eine Arbeitszeitflexibilisierung im Rahmen der EU-Arbeitszeitrichtlinie, ein echter Bürokratieabbau und spürbare Entlastungen und Investitionsanreize insbesondere für mittelständische Betriebe.



