Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie verletzlich zentrale Bereiche unserer Stadt in Krisensituationen sind. Die Corona-Pandemie, zunehmende Extremwetterlagen, Strom- und IT-Ausfälle sowie sicherheitsrelevante Großlagen haben gezeigt: Ein funktionierendes, abgestimmtes und vorausschauendes Krisenmanagement gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben einer Metropole wie Berlin.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat der DEHOGA Berlin gegenüber dem Regierenden Bürgermeister sowie den zuständigen Senatsverwaltungen angeregt, nach Bewältigung der akuten Lage gemeinsam zu prüfen, wie das bestehende Krisenmanagement des Landes Berlin weiter gestärkt und zukunftsfest aufgestellt werden kann.

Gemeinsame Auswertung und Weiterentwicklung

Nach Abschluss der laufenden Maßnahmen hält der DEHOGA Berlin einen strukturierten, ressort- und ebenenübergreifenden Austausch für sinnvoll, in dem die gewonnenen Erfahrungen systematisch ausgewertet und in konkrete Verbesserungen überführt werden. Ziel ist es, praxisnahe, belastbare und handlungsfähige Strukturen für zukünftige Krisensituationen zu entwickeln.

Dabei ist aus unserer Sicht eine breite Einbindung zentral: Neben Vertreterinnen und Vertretern des Senats und der Bezirke gehören dazu auch die Wirtschaft, Branchenverbände, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie weitere relevante Akteure. Gerade die Erfahrungen aus der Praxis – etwa aus Hotellerie, Gastronomie, Handel, Veranstaltungswirtschaft und Tourismus – können wertvolle Impulse liefern, um strategische Konzepte mit realistischen Abläufen zu verknüpfen.

Zentrale Handlungsfelder

Inhaltlich gilt es insbesondere, folgende Aspekte in den Blick zu nehmen:

  • klare Zuständigkeiten und Entscheidungswege im Krisenfall,
  • Versorgungssicherheit (u. a. medizinische Versorgung, Energie, Wasser, Lebensmittel, Personal und IT),
  • Aspekte der allgemeinen Sicherheit,
  • finanzielle Hilfen und Unterstützungsmechanismen,
  • belastbare und transparente Kommunikationsstrukturen zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit,
  • abgestimmte Informations- und Warnsysteme,
  • konkrete Handlungsleitfäden für unterschiedliche Krisenszenarien – auch mit Blick auf betriebliche Anforderungen.

Berlin resilient und handlungsfähig aufstellen

Gemeinsamer Anspruch muss es sein, Berlin langfristig krisenfester, handlungsfähiger und verlässlicher aufzustellen – für die Bevölkerung ebenso wie für Wirtschaft, Beschäftigte und Gäste der Stadt. Ein vorausschauendes und abgestimmtes Vorgehen stärkt nicht nur die Resilienz der Stadt, sondern auch das Vertrauen in staatliches Handeln.

Der DEHOGA Berlin bringt sich gerne aktiv und konstruktiv in einen solchen Prozess ein. Auch seitens unserer Partnerverbände besteht Interesse an einer Beteiligung.

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